Maleficent – das etwas andere Märchen

Maleficent ist ein etwas anderer Ansatz an das Märchen Dornröschen. Der Film wird aus der Perspektive der vermeintlich bösen Fee Maleficent, gespielt von Angelina Jolie, erzählt, und soll dem Zuseher klarmachen, dass die bekannte Geschichte von Dornröschen eigentlich eine glatte Lüge war. Der Film zeigt, was sich wirklich zugetragen hat. Wie immer wird der Inhalt hier nicht breitgetreten, aber kurzgesagt geht es in Maleficent um Verrat, Rache und der Weg zurück zu Liebe und Vertrauen.maleficent_2014_movie-1680x1050

Ähnlich wie Frozen, bedient sich Maleficent einer starken feministischen Perspektive. Disney hat wohl endlich entdeckt, dass Frauen nicht immer die Jungfrau in Nöten verkörpern müssen, die von einem galanten Prinz gerettet wird. Ganz im Gegenteil, Maleficent wird von einem Mann äußerst hinterlistig betrogen und verraten. Daraufhin zieht sich in die Dunkelheit zurück. Großartig in dem Film waren vor allem die Kostüme, je düsterer Maleficents Stimmung wird, desto dunkler werden auch ihre Kleider. Auch Make-up und Special Effekts waren wunderbar anzusehen, all das gab ein stimmiges Bild, wie es bei einem Fantasy-Film auch sein soll. Man hat wirklich das Gefühl, in ein Lang voll Zauber und Magie einzutauchen.

Was diesen Film aber durchweg großartig macht ist Angelina Jolie. Obwohl ich absolut kein Fan von ihr bin, muss ich zugeben, sie ist perfekt für diese Rolle. Sie spielt die Fee, die brutal zugerichtet wird, und sich trotzdem wieder aufrafft und sich nicht zu Boden werfen lässt, so überzeugend, man glaubt die Rolle wäre nur für sie geschrieben worden. In der Szene, in der sie ihre Flügen verliert, qualvoll schreit, und dann aber unter Schmerzen aufsteht, bringt Jolie in kurzer Zeit so viel Emotion auf die Leinwand, es ist richtig schmerzhaft zuzusehen. Als sie dann im Schloss auftaucht, um das Kind ihres Erzfeinds zu verwünschen, sieht man ihr an, dass sie in diesem Moment durch und durch böse ist. Doch genauso kraftvoll sind auch ihre ruhigeren Szenen mit der kleinen Aurora.

Maleficent ist vielleicht nicht unbedingt ein Publikumsliebling, hat der Film doch sehr düstere Themen wie Verrat und Gewalt, und auch sehr viele feministische Elemente. Doch gerade darin liegt auch die Stärke des Films, auch im Märchenland der Feen ist nicht alles Gold was glänzt. Der Film beschreibt Liebe und Vertrauen auf verschiedene Arten, es wird das gute wie auch das böse in allen Lebewesen aufgezeigt. Und nur weil Böses auf der Welt geschieht, heißt das nicht, dass Liebe deshalb nicht existieren kann. Diese Nachricht gibt Maleficent dem Zuseher mit auf den Weg. Dieser neue Disney Film ist definitiv ein Besuch im Kino wert.

 

Watchable ♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Loveable   ♥ ♥ ♥ ♥

 

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