22 Jump Street

22_jump_street-wideJonah Hill und Channing Tatum versuchen auch dieses Jahr wieder, Gangster zu schnappen. Der zweite Teil von 22 Jump Street ist zumindest vom Inhalt genau derselbe Film wie der erste Teil. Die vielen Ähnlichkeiten zu dem ersten Film bilden auch den meist genutzten Running Gag in dem Film. Immer wieder erwähnt, dass doch genau dasselbe passiert wie letztes Mal. Doch trotzdem ist 22 Jump Street ein unglaublich witziger Film. Die Bauchmuskeln werden euch vor lauter Lachen wirklich schmerzen. Für mich war dieses Sequel sogar besser als der erste Teil.

Das Beste an dem ganzen Film, fand ich den Metahumor der durchgehend zum Vorschein kam. Man merkt einfach, dass sich die Macher des Filmes gern selbst auf die Schippe nehmen und dass macht sie wirklich sympathisch. Jonah Hill spielt Channing Tatum zwar klar an die Wand, denn Tatum wirkt etwas lahm, aber auch das schwächt den Film kaum. Nachdem in dem Film in zwei Szenen klargestellt ist, wie kränkend homophobe Sprache ist, frage ich mich jedoch, wie es Jonah Hill passieren kann, einen Papparazzo dann genau mit den Worten zu beschimpfen, die in dem Film angeprangert werden. War es ein reiner PR-Gag? Dann ging das ganze wohl in die falsche Richtung.

Was den Film wirklich ausmacht ist natürlich die Chemie zwischen Jonah Hill und Channing Tatum, die beiden zusammen sind ein unschlagbar lustiges Duo. Auch Ice Cube bekommt mehr Zeit auf der Leinwand in diesem Teil und hat auch einige besonders gute Szenen. Jillian Bell war für mich ein Überraschungshit. Sie scheint einiges auf dem Kasten zu haben. Da kann man nur hoffen, dass man sie in weiteren interessanten Rollen sieht. Die Musik in 22 Jump Street war auch effektiv. Sie passte vollkommen zu dem jeweiligen Part des Films. Großartig waren auch die Endcredits. Diese Credits waren ein perfekter Abschluss für diesen Film. Bleibt im Kino also unbedingt noch sitzen und seht sie auch an.

 

Watchable ♥♥♥♥♥

Loveable ♥♥♥♥

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Four: A Divergent Collection

51zI1aKIB6L._SY344_BO1,204,203,200_Veronica Roth hat mit Four: A Divgergent Collection ihr viertes Buch veröffentlicht, dass im dystopischen Chicago spielt. Ich liebe die Divergent Bücher und habe mir natürlich Four gleich vorbestellt. Das Buch ist eine Sammlung von Kurzgeschichten aus der Perspektive von Tobias. Anders als erhofft, erfährt man nur wenige neue Informationen zu dem Charakter Four. Vieles passierte bereits in Divergent oder wurde in den weiteren Büchern erwähnt. Das Buch Four ist also ein nettes Gimmick für Fans, um verschiedene Ereignisse nochmal aus Tobias Perspektive zu lesen.

 

Die Kurzgeschichten im Überblick:

 

The Transfer

Die Geschichte zeigt und Tobias an dem Tag seiner Zeremonie und an dem Tag davor. Es wird erläutert, warum er sich für Dauntless entscheidet.

 

four-divergent-collection (1)The Initiate

Das Leben von Tobias als Initiant wird erzählt. Außerdem enthält die Kurzgeschichte Tobias Entscheidung, kein Anführer der Dauntless zu werden.

 

The Son

Dieser Teil des neuen Buches von Veronica Roth spielt in der Zeit, als Tris die Initiation bei Dauntless durchmacht und Tobias ihr Trainer ist.

 

The Traitor

Auch diese Geschichte spielt zu Zeit von Divergent, es zeigt größtenteils, wie sich Tris und Tobias näher kommen.

 

Free Four

Free Four ist kürzer und erzählt die Szene des Messerwerfens aus Divergent aus Tobias Perspektive.

 

Überraschungen gibt es bei „Four“ nicht. Wie schon erwähnt, ist kaum neues Material dabei. Problematisch ist außerdem, dass Tobias Stimme sich kaum von der von Trish unterscheidet. Das war schon in Allegiant ein Problem. Sie sind sich in ihrer Art und dem Schreibstil viel zu ähnlich. Ob Veronica Roth mit dem neuen Buch an dem Divergent Franchise noch mehr verdienen wollte, kann ich nicht sagen. Dies wurde ihr zumindest von vielen Lesern vorgeworfen. Ich denke, ihr war ein Anliegen, auch Tobias mehr sprechen zu lassen, wollte sie anfangs doch die Bücher aus seiner Perspektive schreiben. Alles in allem war „Four“ ein nettes Buch für Zwischendurch. Für mich als Divergent-Fan, war das Fehlen, neues Materials, nicht weiter problematisch, ich war froh, noch einmal in die Welt von Tobias und Tris eintauchen zu können.

 

Readable ♥♥♥♥

Loveable ♥♥♥


How to train your Dragon 2

how_to_train_your_dragon_two_ver7_xxlgDie Drachen fliegen wieder. Hiccup und seine Freunde erkunden auch im zweiten Teil von How to train your Dragon (Drachenzähmen leicht gemacht) den kalten Norden auf den Rücken ihrer treuen Drachen. Nachdem im ersten Film die Dorfbewohner von ihrer Angst und ihren Vorurteilen gegenüber Drachen befreit wurden, leben sie nun in dem kleinen Dorf Berk in Einklang mit den mystischen Wesen. Hiccup soll nun den Posten des Stammeshäuptlings von seinem Vater übernehmen, doch er will nichts lieber, mit seinem Drachen Ohnezahn durch die Lüfte zu fliegen. Außerdem versucht ein fieser Drachenfänger, die Drachen aus Berk in seine Gewalt zu bringen, um seine Arme zu erweitern.

How to train your Dragon 2 ist für mich wohl der beste Animationsfilm des Jahres. Dreamworks hat es geschafft, sogar Lego Movie um eine Nasenlänge zu übertreffen. Ich liebe Lego Movie, versteht mich nicht falsch, aber der neue Film rund um Hiccup und seinen Drachen hat alles, was das Filmherz begehrt. Es gibt tolles CGI, das 3D des Films wirkt vor allem bei den Flugszenen unglaublich gut, der Soundtrack des Filmes ist mitreißend und das wichtigste: der Film trifft mitten ins Herz. Es ist ein Film für die ganze Familie, nicht nur für die Kleinen. Es gibt Themen die für Jung und Alt spannend sind. Beeindruckend ist vor allem die Chemie zwischen Hiccup und seinem Drachen Ohnezahn, eine wundervolle Freundschaft gibt uns Dreamworks hier zu sehen.

maxresdefaultDer Film ist durchaus düsterer als sein Vorgänger. Obwohl der Bösewicht anfangs nicht gerade bedrohlich wirkt, wird im Laufe des Filmes schnell klar, dass man mit ihm nicht verhandeln sollte. So kommt es auch zu einigen sehr traurigen und emotionalen Szenen. Vor allem die Geschichte, die der Film erzählt, war für mich ansprechend. Es ist zwar nichts neues, aber trotzdem wird gezeigt, wie wichtige Werte wie Freundschaft und Familie sind. Vor allem in heutigen Kinderfilmen sind solche Themen immer seltener zu finden. Ich war wirklich überrascht wie sehr mir dieser Film gefallen hat und wie rührend der Schluss war. Eindeutig ein Hit des Kinojahres.

 

Watchable ♥♥♥♥♥

Loveable ♥♥♥♥♥


Tammy – Voll abgefahren

Melissa McCarthy ist wieder im Kino zu sehen und wie überraschend, sie spielt dieselbe Rolle wie immer. Die dicke und ordinäre Ulknudel. Nur diesmal klappt das Ganze leider nicht. Obwohl sogar ihr Ehemann Ben Falcone Regie führt und sie den Film gemeinsam geschrieben haben, fehlt Tammy vor allem eines, Witz.

tammy_ver5_xlgBevor ich mehr zu dem Film sage, den ich nicht mal im Ansatz mochte, muss ich klar stellen, dass Melissa McCarthy eine wunderbare Schauspielerin ist und in ihren früheren Rollen brillierte. Doch sie spielt einfach immer denselben Charakter. Ich wünschte mir so sehr, sie mal in einer komplett anderen Rolle zu sehen.

Tammy hat das Leben nicht gerade reich beschenkt, sie verliert in den ersten paar Minuten des Filmes ihren Job, ihr Auto, ihren Mann und ihr Haus. Denn ihr Mann hat eine Affäre mit der Nachbarin und von dem Fast Food Restaurant in dem Tammy arbeitet, wird sie gefeuert. Daraufhin begibt sie sich mit ihrer Großmutter, gespielt von Susane Sarandon, auf einen planlosen Roadtrip, um ihrem Alltag zu entfliehen. Und genau das ist auch das beste Wort, das den Film Tammy beschreibt: planlos.

Die erste Szene des Filmes zeigt den Zuschauern bereits, auf was sie sich mit Tammy eingelassen haben. Dabei fährt Tammy einen CGI Hirsch an und versucht danach, mit erheblichem Abstand zu dem Tier, Mund zu Mund zu bearbeiten. Dabei hatte ich zwei Gedanken, soll Tammy als eine wirklich dumme Frau dargestellt werden, oder halten sie uns Zuschauer für dumm. Genau die Dummheit zieht sich leider durch den gesamten Film. Tammy wirkt wie eine Aneinanderreihung angeblich lustiger Ideen. Teilweise kam der Film rüber, als wären verschieden Kindheitserinnerungen von McCarthy und Falcone mit eingeflossen, welche wiederum unglaublich wirr wirken.

Manche Szenen sind komplett idiotisch, wie der Teil das Filmes, in dem Tammy sich auf macht, um eine Fast Food Filiale auszurauben. Am Weg von ihrem Auto zu dem Restaurant beginnt sie in Slow Motion zu einem Rap Song zu tanzen. Viele von euch kennen die Szene wohl aus dem Trailer und finden sie durchaus lustig. Doch wenn man das ganze genauer betrachtet macht es absolut keinen Sinn. Sie hat sich gerade dazu entschlossen, ein Fast Food Restaurant auszurauben und was macht sie jetzt? Sie tanzt in Slow Motion über den Parkplatz, wo erstens Kameras sein könnten und zweitens, warum tanzt sie überhaupt. Sie selbst hat keinen Rap Song im Hintergrund laufen. Das ganze ergibt gar keinen Sinn, hier wird der Zuseher wieder unterschätzt.

Tammy-4Eine weitere große Enttäuschung waren die vielen wirklich guten Schauspieler, die zwar im Film zu sehen waren, aber das Script was so schlecht, dass die Nebencharakter, bis auf Tammys Großmutter keinerlei Handlung hatten. Das Talent von Toni Collette, Sandra Oh, Dan Aykroyd und Kathy Bates wurde einfach verschwendet, sie wirkten als hätten sie gerade kurz am Set vorbeigeschaut und zufällig gleich einen Part in dem Film bekommen. Außerdem haben sämtliche Schauspieler keinerlei Chemie miteinander, nicht mal McCarthy und Sarandon. Da komme ich gleich zu meinem nächsten Kritikpunkt, Susan Sarandon wurde als Tammy Großmutter gecastet, obwohl sie von i
hrem eigentlichen Alter her auch ihre Mutter hätte sein können. Tammy Mutter, gespielt von Allison Janney, könnte hingegen ihre Schwester sein. Auch als sich Tammy in Bobby verliebt, haben die beide keinerlei Chemie und Bobby ist der Typ von Mann, so nett und ohne jede Ecken und Kanten ist, das man ihn sofort wieder vergisst. Ihre romantischen Szenen waren keinesfalls romantisch, sondern lediglich ungemütlich mit an zu sehen.

Tammy ist eine Zusammenarbeit von McCarthy und ihrem Ehemann Falcone, vielleicht wollen die beiden gemeinsam ein Comedy-Imperium aufbauen und nutzen dafür die Bekanntheit und die Fan Base von McCarthy. Dabei hätte sich Falcone wohl lieber auf die Regie oder das Drehbuch konzentrieren sollen, denn beides ist unglaublich schlecht und nur wenig ausgereift. Aber vielleicht wollen die beiden auch einfach nur eine eigene Filmkategorie etablieren, die Melissa McCarthy Filme, die im Grunde immer die gleiche Story und die gleichen Charaktere haben.

Tammy ist eine Mischung aus Roadmovie, Coming-of-Age-Story und Frauenpowerfilm, getarnt als Komödie. Oder zumindest wäre Tammy das gerne. Der Film lässt keine Klischees aus. Der Film ist anstößig und geschmacklos, wenn er lustig sein will und qualvoll wenn er berührend sein möchte. Beides gelingt einfach nicht. Lediglich Susan Sarandon spielt einen halbwegs interessanten Charakter, doch auch sie, bringt Zuseher n einigen Szenen bloß zum fremdschämen.

 

Watchable ♥

Loveable